Twickenham 
Giants - Rams 2016

London – Das Spist Team on Tour

Endlich war es wieder soweit. Der NFL sei Dank. Die Einführung der International Series ist ein Segen für jeden Football Fan in Europa. Mittlerweile finden drei Spiele pro Saison in der englischen Hauptstadt statt.  In diesem Jahr nun das erste Spiel im Rudby-Mekka Twickenham. In den kommenden Jahren ist eine weitere Aufstockung denkbar, da neben Twickenham und Wembley noch ein Vertrag mit dem neuen Stadion an der White Hart Lane abgeschlossen wurde. Das Spist Team hat sich in diesem Jahr das Duell zwischen den LA Rams und den NY Giants ausgesucht. Das Stadion in Twickenham sollte es sein.  Die Superstars Todd Gurley und Odell Beckham Jr. zu erleben ist der Traum vieler Anhänger des runden Leders. Nachdem wir vor zwei Jahren die Jaguars gegen die Cowboys im Wembley besuchten, nun das nächste Highlight.

Das Reise begann für das Spist Team am späten Freitag Abend, so dass man erst gegen 2 Uhr Nachts das Hotelzimmer in der Londoner Innenstadt bezog. Am nächsten Morgen begann das umfangreiche Programm. Das Hotel in unmittelbarer Nähe zum Tower of London lud zu einem morgenlichen Sparziergang ein. Der Weg am Tower vorbei führte zur London Bridge. Anschließend begab sich das Spist Team zur Einkaufsmeile in der Oxford Street. Hier waren die Cheerleader der LA Rams unterwegs und standen für Selfies bereit. Auf dem Weg durch London erblickten wir so viele verschiedene Trikots von Spielern und Mannschaften, die gar nicht am Wochenende spielen. Man hatte den Eindruck, die ganze Football Gemeinde ist unterwegs. Auf der Suche nach einem Pub erblickten wir spontan eines mit Live Fussball. Bei dem Spiel des AFC Bournemouth vs. Tottenham Hotspurs machten wir also eine kleine Pause. Anschließend ging es wieder auf die Straße und ein paar Sehenswürdigkeiten wurden abgeklappert.  Aufgrund der kurzen Nacht haben wir dann entschieden zu einem Deutschen Bierhaus zu fahren und uns das Abendspiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach anzuschauen. Nach dem Spiel ging es auch direkt ins Hotel und wir fielen ins Bett. Der große Tag stand bevor. Am Sonntag war es endlich soweit. Das Spist Team schaut endlich wieder Live Football. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf dem Weg zum Stadion. Auf unserem Weg stießen mehr und mehr Football Fans hinzu und die Vorfreude stieg. Einige Fans verbündeten sich aufgrund der gleichen Vereinszugehörigkeit, da gab es so viele lustige Szenen. Die Stimmung unter den Fans war super, ein großes Miteinander der Footballfamilie. Mit dem Bus Shuttle ging es Richtung Stadion. In Twickenham gab es um das Stadion herum nicht soviel Platz wie beim Wembley. Von Außen merkte man dem Twickenham Stadion schon ein wenig das Alter an. Wir entschieden uns bereits frühzeitig ins Stadion zu gehen um unsere Plätze zu begutachten. Hier war von einem alten Stadion nichts zu sehen. Lediglich die Treppe in den oberen Rang sollte man nicht stark alkoholisiert nehmen. Aber wir waren ja zum Football gucken da. Die erste Platzbegehung erledigt, gingen wir noch einmal im Innenraum rund ums Stadion. Wir machten einige Fotos und erfreuten uns der Eindrücke. Wir gingen dann ca. 90 min vor Spielbeginn wieder auf unsere Plätze. Das Warm Up der Mannschaften gilt es schließlich zu beobachten. Das Stadion wurde von Minute zu Minute voller. Dabei war auffällig, dass die Giants Fans deutlich in der Überzahl waren. Da dies laut Spielplan ein Heimspiel der Rams gewesen ist, war die Ansetzung ein wenig unglücklich. Gerade wenn man bedenkt, dass die Rams gerade erst nach LA zurückgekehrt sind. Nach dem Musikact (Craig David) und den Nationalhymnen ging es endlich los. Bereits im zweiten Spielzug ein Fumble der Giants und die Rams beendeten den Drive per Touchdown. Die Giants fanden in der Offensive nicht so gut ins Spiel und gaben den Ballbesitz schnell wieder ab. So gelang den Rams noch ein Field Goal zur 10-0 Führung.  Aber auch die Offensive der Rams konnte nicht wirklich überzeugen. Der QB Chase Keanum warf insgesamt 4 Interception. Eine davon nutzen die Giants für einen Pick Six.  Dazu ein Field Goal der Giants und es ging mit einem Unentschieden in die Pause. In der zweiten Halbzeit waren die Defensivreihen der Teams überlegen. Durch eine Interception erhielten die Giants aber eine gute Ausgangsposition und erliefen einen Touchdown. Im letzten Drive kamen die Rams noch einmal weit in die Hälfte die Giants, schafften es aber nicht zu punkten. Somit verließen die Giants das Spiel als Sieger. Aufgrund der überfüllten Shuttle Busse liefen wir zur Bahnstation. Bevor wir dort aber ankam und den Rückweg in die Innenstadt antraten, verweilten wir noch in einem Pub wo die NFL Redzone auf großen Leinwänden lief. Nachdem die ersten Spiele vorbei waren, machten wir uns auf dem Weg in die Innenstadt. Hier hat sich das #ranNFL Team angekündigt ein Pub zu besuchen. Als das Spist Team im Pub auflief, war von Buschi und Esume dann leider nicht mehr viel zu sehen. Aber einige Leute erkannten wir dann später auf diversen Videos wieder.  Bis  23 Uhr konnten wir dann im Pub verweilen, dann gab es die Sperrstunde. Obwohl noch einige Football Fans unterwegs gewesen sind, schlossen die Pubs. Da muss man sich in London leider dran gewöhnen. Für uns war es dann ein langer Football Tag und wir fuhren ins Hotel. Am Montag dann noch die Suche nach Souveniers. Am Abend ging es dann total erschöpft zurück nach Deutschland. Wieder einmal war London eine Reise wert. Wir sind nun schon sehr gespannt, welche Spiele man in der nächsten Saison in der international Series erleben darf. Die Dolphins haben bereits angekündigt, dass sie 2017 im Wembley die Saints empfangen. Auf der anderen Spiele warten wir noch. Vielleicht sieht man sich im nächsten Jahr vor Ort.

 

Herbstblues in der Bundesliga

Es ist wieder soweit, die kalte Jahreszeit steht bevor. Nun sind 8 Spieltage vorbei und in der Bundesliga laufen einige Mannschaften ihren Ansprüchen hinterher. In den Hinterzimmern der Bundesliga wird eifrig diskutiert, Trainer entlassen und nach Lösungen gesucht. Egal ob im Kampf um den Klassenerhalt oder für die europäischen Plätze, zur dieser ungemütlichen Jahreszeit werden wichtige Punkte vergeben. Bei welchen Teams hakt es besonders ?

Hamburger SV – Der Bundesliga Dino steht wieder mal tief im Keller. Mit nur 2 Punkten aus 8 Spielen steht der Nordklub am Tabellenende der Bundesliga. Noch gravierender ist die schlechte Torausbeute. Nur 2 Tore in 720 Minuten. So kann man nur absteigen. Der Effekt des Trainerwechsels ist bereits verpufft und die Verantwortlichen müssen sich ernsthaft Gedanken über ihre Rolle bei der Talfahrt machen. Man weiß gar nicht, an welcher Stelle man bei der Kritik anfangen soll. Bereits vor der Saison hat man nicht mehr an Labbadia geglaubt, warum geht man denn mit ihm in die Saison ? Das erklärt auch, weshalb man nicht auf die Transferwünsche des Trainers eingegangen ist. Anstatt einen spielstarken Innenverteidigers zu holen, kommt ein Douglas Santos für die Linksverteidiger Position, die bis dahin mit Ostrzolek und Sakai ordentlich besetzt war. Dazu das Theater um Halilovic. Der junge Kroate ist fussballerisch sicher ein großes Talent, aber das man Fussball arbeitet beim HSV,  muss er noch lernen. Nur kann es nicht sein, dass der Vorstand nun Einsätze von Halilovic fordert und damit den Trainer unter Druck setzt. In seinem letzten Spiel hat Labbadia den Kroaten auf die Tribüne verbannt, als aber wahrscheinlich schon klar gewesen ist, das nach dem Bayern Spiel Schluss ist. Der HSV hat nun schwere Aufgaben gegen Köln und Dortmund. Bis zur Winterpause müssen dringend Punkte her, damit der Weg zum Klassenerhalt nicht aussichtslos wird. Vielleicht kann man den Schwung aus dem Pokalsieg in die kommenden Partien mitnehmen

FC Ingolstadt 04  – Der Klub aus der Audistadt befindet sich im zweiten Bundesliga Jahr. Dieses ist bekanntlich das schwerste. Nachdem man im letzten Jahr gut aus den Startlöchern gekommen ist und während der Saison stets einen beruhigenden Vorsprung auf die Abstiegsplätze hatte, kann man nun nach 8 Spielen noch keinen Sieg verbuchen. Der Abgang von Trainer Hasenhüttl zu RB Leipzig war schmerzhaft. Unter Neutrainer Kauczinski sucht man noch nach der Form bzw. den Punkten. In einigen Spielen waren die Ingolstädter gleichwertig oder sogar besser, aber die Ausbeute bisher ist mager. Aufgrund der fehlenden Punkte lässt es sich nun nicht mehr so locker aufspielen. Aber das Team ist sich seit dem ersten Tag der Vorbereitung bewusst gewesen, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Dies kann ein Vorteil sein. Die Mannschaft ist intakt und man darf gespannt auf die Duelle mit den direkten Kontrahenten im Abstiegskampf blicken. Sofern diese positiv bestritten werden, kann Ingolstadt auch für ein drittes Jahr Bundesliga planen.

Vfl Wolfsburg – Die Wolfsburger stehen nach 8 Spielen auf dem Relegationsplatz in der Bundesliga. Mit Ambitionen auf den europäischen Wettbewerb gestartet, findet sich der VFL im Tabellenkeller wieder. Nun musste Dieter Hecking dran glauben und wurde trotz der erfolgreichen vergangenen Jahre frühzeitig in der Saison entlassen. In den letzten Transferperioden wurde viel Qualität abgegeben. Viele Spieler möchten den Verein verlassen, da man im letzten Jahr Europa verpasst hat und dies wollte man in diesem Jahr vermeiden. Der Kader ist prominent zusammengestellt und der Verein lässt sich dies auch einiges kosten. Dennoch gibt es zu viele Schwachstellen im Team und Klaus Allofs muss die Kaderplanung hinterfragen.  Langfristig wird man den Verein nicht da unten sehen, aber am Ende ist nicht mehr als Platz 8-11 drin.

Werder Bremen – Die Bremer fingen die Saison an, wie die letzte aufgehört hat. Der Abstiegskampf hat am 1. Spieltag begonnen. Dabei gewann Viktor Skripnik den Machtkampf mit Thomas Eichin im Sommer. So musste der Manager gehen. Trotzdem hatte Skripnik wenig Kredit bei den Verantwortlichen. Der schwere Spielplan zu Beginn der Saison und die sture Art des Trainers führte dann zu einem schwachen Saisonstart. Damit war das Ende von Skripnik besiegelt und er wurde entlassen. Nachdem Alexander Nouri übernahm konnten die Bremer bereits einige Punkte einsammeln. Dabei spielte man teilweise erfrischenden Fussball und phasenweise war es sehr schön anzusehen. Dennoch gibt es das Defensivproblem, das letzte zu Null Spiel ist schon ewig her. Allerdings hat man mit Gnabry eine Topverpflichtung getätigt und mit der Rückkehr von Pizarro und Max Kruse gewinnt man noch einmal Qualität in der Offensive. Sollte sich eine feste Abwehrformation finden, kann man frühzeitig den Klassenerhalt erreichen.

FC Schalke 04 – Der runderneuerte Traditionsklub aus dem Ruhrpott hat sich völlig neu aufgestellt. Neben Heidel und Weinzierl, kamen auch jede Menge neue Spieler. Nach der anfänglichen Pleitenserie konnten die Königsblauen in den letzten Wochen ordentlich punkten und in der Europa League ist man souverän der Tabellenführer in der Gruppe. In den nächsten Wochen wird man versuchen den Anschluss an die europäischen Plätze zu bekommen. Dabei scheint Weinzierl so langsam seine Stammelf gefunden zu haben. Auffällig dabei ist, das Höwedes als Rechtsverteidiger agiert. Vorne verzichtet man trotz der schweren Verletzung von Embolo auf Huntelaar und baut auf den bisherigen Transferflop Di Santo. In den letzten Spielen hat Bentaleb das Spiel mehr und mehr an sich gerissen und konnte mit 3 Torerfolgen glänzen. Mit Spannung erwartet wird das Derby gegen den BVB am kommenden Wochenende. Die Schalker werden die europäischen Plätze erreichen, müssen aber schnell die nötigen Punkte holen, damit der Zug zur Champions-League nicht ohne Schalke 04 abfährt.

Bayer 04 Leverkusen – Beim Werksklub kriselt es gewaltig und dies in allen Wettbewerben. In der Champions-League hat man Siege gegen Moskau und Monaco trotz Führung noch verspielt und im DFB-Pokal ist man beim Drittligisten Lotte ausgeschieden. In der Bundesliga ist man derzeit nur Mittelmaß. Dabei hat man vor der Saison ordentlich investiert und konnte die Mannschaft zusammen halten bzw. sogar verstärken. Das klare Ziel heißt die Champions League erneut erreichen. Dies ist natürlich alles noch möglich, aber viele Ausrutscher darf man sich nicht mehr leisten. Die Leistungen der Leverkusener sind sehr inkonstant und es gibt kaum Spiele, in denen man über 90 Minuten überzeugt hat. Dazu die Sperre von Roger Schmidt, der am Wochende noch einmal von der Tribüne sein Team verfolgen muss. Sicherlich wird man noch zueinander finden. Aber sofern man bis zur Winterpause den Anschluss an Europa nicht erreicht, wird die Trainerdiskussion lauter werden.

 

RB Leipzig mit Heimsieg gegen den Vizemeister

Samstag Abend. Bundesliga Topspiel. Ausverkauftes Stadion. Und diesmal mittendrin, der Aufsteiger aus Leipzig. Die Bundesliga Heimpremiere ausgerechnet gegen die Borussia aus Dortmund. Damit kehrt der Fussball in Ostdeutschland wieder auf die große Bühne Bundesliga zurück. Natürlich sind die Leipziger kein normaler Aufsteiger, aber dennoch hat das Team insgesamt sehr wenig Bundesliga Erfahrung. Die Aufstellung bildete das Gerüst aus der zweiten Liga. Einzig Timo Werner spielte als Neuzugang in der Startelf. Die Dortmunder rotierten Dembélé, Passlack und Kagawa aus dem Team. Dafür rutschten Götze, Weigl und Piszcek in die Mannschaft. Die Leipziger agierten sehr Laufstark und setzten die Dortmunder ständig unter Druck. Die Passwege wurden sehr gut zugestellt und einzig Sokratis wurde nicht angelaufen bei der Spieleröffnung. Der zweite Innenverteidiger Bartra machte einige Fehlpässe und auch Rode, der sich im Spielaufbau auf die rechte Verteidigerseite schob, konnte nicht gerade im Spielaufbau glänzen. Es war kein gutes Spiel. Beide Mannschaften machten zu viele Fehler und der Ballbesitz wechselte ständig. Die Leipziger setzten auf Konter und schnelles Spiel in der Spitze. Bei der Borussia versuchte man es oft über die linke Seite und durch die Mitte. Auffälig war das Castro sich oft auf die rechte Seite schob und damit völlig aus dem Spiel war. Auf der linken Seite zeigte Schürrle ab und an sein können, aber seine technische Limitierung war wieder einmal deutlich zu erkennen. In der zentrale sollte Mario Götze dem Spiel seinen Stempel aufdrücken, jedoch war das Spiel der Dortmunder insgesamt zu fehlerhaft. Götze hatte ein paar gute Aktionen, aber um seinen Stammplatz zu wahren, muss er sich noch um einiges steigern. Ganz vorne spielte Aubameyang sehr unauffällig. Es kamen kaum Bälle vorne an und die Leipziger verstanden es sehr gut, die Raum hinter ihrer Viererkette dicht zu machen. So kam es in Halbzeit eins kaum zu Torszenen. In der zweiten Halbzeit dann kein verändertes Bild. Die Dortmunder haben es nicht verstanden, das Spiel zu kontrollieren. Hier hat sich Thomas Tuchel mit seiner gewählten Aufstellung und Taktik wohl keinen gefallen getan. Die Leipziger dagegen wurden immer besser und konnten nun den Ball besser in den eigenen Reihen halten. Weiterhin kamen mit Neuzugang Burke, dem Schwedischen Nationalspieler Forsberg und Naby Keita drei qualitativ gute Spieler von der Bank. Das Spiel wurde nun insgesamt offener. In dieser Phase hatte Dortmund in Person von Schürrle die größte Torchance, aber er traf nur die Latte. Als man sich schon mit einem torlosen unentschieden abgefunden hat, dann doch noch die Leipziger. Eine Hereingabe von Burke vollendete Keita zum 1-0. Dies war angesichts der starken Teamleistung der Leipziger nicht unverdient, kam aber etwas überraschend. Den Dortmundern fiel dann nicht mehr viel ein. Somit hat man nun bereits drei Punkte Rückstand im Titelkampf. Am Mittwoch reisen die Dortmunder nach Warschau und versuchen es in der Champions-League besser zu machen. Wir wünschen dort viel Erfolg !

FC Bayern München mit Auswärtssieg auf Schalke

Den zweiten Spieltag eröffnete am Freitag der FC Bayern München mit dem Auswärtsspiel bei Bayern München. Dabei schickte Ancelotti fast die Startelf aus dem Eröffnungsspiel auf das Feld, einzig Vidal erhielt aufgrund der späten Rückkehr von der Länderspielreise eine Pause und wurde durch Renato Sanches ersetzt. Die Schalke bauten im Gegensatz dazu auf 6 Positionen um. In den ersten Minuten entwickelte sich ein Spiel auf Aufenhöhe. Es wurde hoch verteidigt durch die Schalker und die Bayern taten sich schwer im Spielaufbau. In den ersten 30 Minuten gab es wenig Chancen auf beiden Seiten. Beim Rekordmeister gab es zu viele Ballverluste und die Zweikampfquote war erschreckend schwach. So kam man nur zu ein paar ungefährlichen Abschlüssen. Auf der anderen Seite gelang es den Schalker gut, die freien Räume zu nutzen und nach Ballgewinnen schnell umzuschalten. Vor allem in der Szene als Konoplyanka über die linken Seite durchbrach und den Ball nach innen gab wurde es sehr gefährlich. Auch ein Kopfball von Leon Goretzka sorgte für Aufregung im Strafraum des Rekordmeisters. Die Schalker haben in den letzten Wochen sehr viel individuelle Qualität hinzubekommen und werden eine gute Rolle in dieser Saison spielen. Am Freitag neutralisierten sich beide Teams weitestgehend und es ging torlos in die Pause. In der zweiten Halbzeit dann das gleiche Bild. Nach gut einer Stunde traf Huntelaar dann per Fernschuss die Latte. Dabei konnte Manuel Neuer noch die Hände an den Ball bringen und den Einschlag ins Netz verhindern. Nach dieser Schrecksekunde wechselte Ancelotti dann aus. Es kamen Douglas Costa und Vidal für Ribéry und Xabi Alonso. Ein paar Minuten später legten man dann noch durch Kimmich nach, der den schwachen Renato Sanches ersetzte. Den Bayern gelang es nun mehr Druck aufzubauen. Es gelang nun den Ball länger in den eigenen Reihen zu halten und über die Außenbahn zu Torchancen zu kommen. Vor allem über die linke Seite mit Alaba und Costa wurde das Tempo erhöht. Dennoch gelang es nicht ein Tor zu erzielen. Erst ein Geistesblitz von Javi Martinez, der mit einem Steilpass die komplette Abwehr der Knappen überspielte, sorgte dafür das Lewandowski alleine vor dem Schalker Tor auftauchte und das 1-0 erzielte. In der Schlussphase erzielten die Münchener mit einem Konter noch das 2-0 durch Kimmich. Somit starteten die Bayern mit zwei Siegen in die Saison und führen bereits die Bundesligatabelle an. Nun geht es weiter in der Champions-League.

 

Einzelkritik FC Bayern München

 

Manuel Neuer (2)  – sehr souveräner Auftritt, zwei sehr gute Paraden, trotzte den Pfiffen

Philipp Lahm (3,5) – unauffällige Partie, hatte paar Probleme in der Defensive

Javi Martinez (2) – starkes Spiel, gut in den Zweikämpfen und im Spielaufbau, direkte Torvorbeitung

Mats Hummels (3) – einige Fehlpässe, Bindung zum Bayernspiel fehlt noch, aber defensiv in Ordnung

David Alaba (2) – ließ auf seiner Seite wenig zu, versuchte das Spiel anzukurbeln, machte am Ende viel Druck nach vorne

Xabi Alonso (4) – konnte dem Spiel nicht seinen Stempel aufdrücken, nicht so dominant wie gewohnt

Thiago (3,5) – konnte nach vorne wenig Impulse geben, später auf der 6er Position mit ordnender Hand

Renato Sanches (4,5) – nervöser Einstand, schlechte Zweikampfqoute, viele Fehlpässe

Frank Ribéry (4) – keine gute Partie, zu wenige gewonnene Offensivduelle und Vorbereitungen

Thomas Müller (3,5) – nicht seine Partie, aber mit viel Laufarbeit und immer Anspielbereit

Robert Lewandoski (2) – erst als Chancentod unterwegs und später das eiskalt vor dem Tor, mit toller Vorarbeit zum zweiten Tor, insgesamt eine gute Frühform

Douglas Costa (2) – starke Partie, hat das Spiel verändert und Druck auf die Schalker Abwehr gemacht

Arturo Vidal (2,5) – brachte Ordnung ins Spiel, dominant im Mittelfeld

Joshua Kimmich (2) – in toller Form, belohnt sich mit dem Tor

Die Reise zum Superbowl LI startet

Rückblick. Am 7. Februar 2016 gewinnen die Denver Broncos den Superbowl 50 gegen die Carolina Panthers in Santa Clara, der Heimstätte der San Francisco 49ers. Durch eine überragende Abwehrleistung, getragen vom Linebacker Von Miller, der am Ende auch zum MVP geehrt wurde, gewinnen die Broncos mit 24 : 10. Das letzte Spiel von Peyton Manning, in dem er seine Ringstatistik verdoppelte und die Kritiker verstummen ließ. Dies ist nun sieben Monate her. Die Offseason war lang und es wird Zeit, das Ei wieder fliegen zu sehen. Nun ist es endlich soweit. Der Meister eröffnet in der Nacht auf Freitag die Saison und das ausgerechnet gegen die Panthers. Aber vorher gibt es noch einen kurzen Ausblick auf die Saison. Dabei gehe ich auf die einzelnen Divisions in AFC und NFC ein.

In der AFC East müssen die New England Patriots in den ersten vier Spielen auf ihren Starquaterback Tom Brady verzichten. Die beiden Deutschen Vollmer (verletzt) und Kuhn (nicht im 53 Kader) werden auch nicht dabei sein. Es wird aber erwartet das Brady’s Vertreter Jimmy Garopollo zumindestens eine ausgegliche Bilanz schafft in den vier Spielen. In der Division müssen die Dolphins die schlechte vergangene Saison wieder gutmachen, ich schätze aber die anderen drei Teams stärker ein. So sind die Patriots klarer Playoff-Kandidat und die Bills und Jets haben Außenseiter Chancen in die Playoffs reinzurutschen. In dieser AFC East darf man sich auf spannende Division-Duelle freuen.

Im Gegensatz zu dieser ausgeglichenen Division wird es in der AFC North etwas deutlicher zugehen. Die Cleveland Browns sind in meinen Augen weiterhin eines der schlechtesten Teams der Liga. Die Baltimore Ravens werden trotz der Rückkehr einiger im Vorjahr verletzter Stars auch in diesem Jahr keine Chance auf die Playoffs haben. Dagegen werden die Cincinnati Bengals wohl die Playoffs erneut erreichen. Der Kader ist trotz kleiner Veränderungen immer noch sehr stark. Dabei gelten die Offensive und Defensive als gleichermaßen stark. Das große Ziel der Bengals muss es sein endlich ein Postseason Game zu gewinnen. In den letztjährigen Playoffs sind sie an den Pittsburgh Steelers gescheitert, ausgerechnet gegen den Erzfeind. Die Steelers haben das Potential den Superbowl zu erreichen. Aber dafür müssen ihre Starspieler gesund bleiben, vor allem Big Ben. Trotz der Saisonsperre von WR Bryant und den drei Spielen Sperre von RB Bell, haben die Steelers eine unglaubliche Offensive. Wenn man die Denfensivprobleme in der Secondary in den Griff bekommt ist großes zu erwarten.

Die AFC South ist eine kleine Wundertüte. Dabei gelten die Colts nach der Rückkehr von Andrew Luck als leichter Favorit. Der Star QB verpasste aufgrund von Verletzungen einen Großteil der vergangenen Saison. Man darf gespannt sein, ob er sein Spiel verändert hat oder immer noch sein riskoreiches Laufspiel forciert. Die Houston Texans sind der Gastgeber vom Superbowl LI. Durch die Verpflichtung von QB Osweiler und RB Miller erhofft man sich neue Impulse für die Offensive. Die Defensive steht seit Jahren sehr gut. Die anderen beiden Teams aus Tennessee und Jacksonville haben die vielen guten Draftpicks in den letzten Jahren genutzt und werden besser abschneiden als in der letzten Saison. Dabei könnten die Jacksonville Jaguars eines der Überraschungsteams der Saison werden. Die Offensive um QB Bortles und WR Robinson hat schon im letzten Jahr auf sich aufmerksam gemacht. Durch eine verbesserte Defensive ist ein Angriff auf die Playoffs möglich. Insgesamt gehe ich davon aus, das in dieser Division nur der Sieger die Playoffs erreicht.

Nun zu der Division des Meisters. Die AFC West ist auch recht ausgegleichen. Dabei werden die Denver Broncos und die Kansas City Chiefs um den Divisiontitel kämpfen. Bei den Broncos ist noch nicht ganz klar, wer das Team als QB anführen wird. Dennoch wird der Titelverteidiger über die starke Defensive zu einigen Siegen kommen. Mein persönlicher Tipp auf den Superbowl ist das Team aus Kansas. Ein solider QB Alex Smith, der kaum Fehler macht und mittlerweile auch sein Laufspiel entdeckt hat und die Rückkehr von Star RB Jamal Charles können den Unterschied ausmachen. Die O-Line, Front-Seven und die Secondary sind stark. Sollte sich neben TE Kelce und WR Maclin weitere Ballempfänger in der Vordergrund spielen, werden die Chiefs weit kommen. Die Oakland Raiders sind ein Team, dass sich in den letzten Jahren stetig gesteigert hat. Man hat mit Derek Carr seinen Franchise QB gefunden und mit Amari Cooper einen der Top WR für die kommenden Jahre. Dennoch traue ich dem Team kaum mehr als eine ausgeglichene Bilanz zu. Das vierte Team der Divison sind die San Diego Chargers. Sie werden trotz ihrer offensiven Möglichkeiten nicht in den Kampf um die Playoffs eingreifen, haben aber das Zeug für die eine oder andere Überraschung.

Der Meister der AFC wird im Superbowl LI auf den Meister der NFC treffen. Auch hier gibt es vier Divisionen. In der NFC East wird es einen spannenden Kampf um die Playoffs geben. In der letzten Saison holten die Washington Redskins den Divisiontitel. Die Dallas Cowboys und die New York Giants werden versuchen eine Wiederholung zu verhindern. Dabei müssen die Cowboys in den ersten Wochen auf QB Romo verzichten. Dennoch haben sie genügend Potenzial für die Playoffs. Die starke O-Line wird helfen, das Spiel zu kontrollieren. Die Giants bauen auf das Gespann Eli Manning / Odell Bechkam Junior. Sollte die Denfensive funktionieren, können auch die Giants im Playoffkampf eingreifen. Die Philadelphia Eagles haben dageben auf Rebuild gestellt. Hier wird man hoffen, dass Rookie QB Carson Wentz seine NFL-Tauglichkeit unter Beweis stellt. Dennoch traue ich den Eagles keine positive Saisonbilanz zu. Insgesamt wird wohl nur der Sieger der Divison die Playoffs erreichen. Hier wird vor allem die Bilanz innerhalb der Division entscheidend sein.

Die NFC North ist als Kühlschrank der NFL bekannt. Hier fliegt der Football in den Wintermonaten oft bei Minusgeraden durch die Lüfte. Der Favorit der NFC North sind die Green Bay Packers. Durch die Genesung von WR Jordy Nelson und der besseren Fitness von RB Eddie Lacy wird eine Steigerung in der Offensive erwartet. In den letzten beiden Jahren sind die Packers zweimal in der Verlängerung aus den Playoffs rausgeflogen. Alles andere als eine Playoffteilnahme wäre überraschend. Die Minnesota Vikings haben sich im letzten Jahr ebenso für die Playoffs qualifiziert und sind dort nur durch eines der schlechtesten Field Goals in der NFL Historie ausgeschieden. Trotz der Verletzung von Teddy Bridgewater ist eine erneute Playoffteilnahme möglich. Sollte Adrian Peterson gesund bleiben und die Defensive weiterhin so gut stehen, muss man sie erstmal schlagen. Die Chicago Bears und die Detroit Lions werden eher nichts mit den Playoffs zu tun haben. Die Bears lassen zu selten ihr Können aufblitzen und QB Cutler steht ständig in der Diskussion. Für die Detroit Lions ist es Jahr eins nach dem Rücktritt von Calvin Johnson. Hier darf man gespannt sein, wen QB Stafford als erste Anspielstation auserkort. Die Lions werden versuchen nach und nach ein Team aufzubauen, damit man in den nächsten Jahren wieder die Playoffs angreifen kann. In diesem Jahr wird man mit den Bears um Platz drei in der Division kämpfen.

Die Carolina Panthers sind der große Favorit in der NFC South. Mit einer Bilanz von 15 – 1 Siegen hat das Team um Cam Newton im letzten Jahr eine überragende Saison gespielt. Im großen und ganzen konnte das Team beisammen gehalten werden. In der Offensive verstärt WR Kelvin Benjamin das Team, der durch Verletzung das ganze letzte Jahr verpasste. Dafür verlor man mit Josh Norman einen der besten Cornerbacks der NFL.  In der Division wird man als Sieger in der Playoffs ziehen. Die Atlanta Falcons konnten den guten Start in der letzten Saison nicht nutzen. Auch in diesem Jahr wird es schwer, aber eine Playoffteilnahme ist möglich. Die Hoffnung liegen auf RB Devonta Freeman, der seine überrangende letzte Saison wiederholen möchte. Insgesamt sind die Falcons aber schwer einzuschätzen, da sie es oft nicht schaffen, ihr gesamtes Potenzial über eine komplette Saison abzurufen. Die New Orleans Saints sind auf Wiedergutmachung aus. Die Offensive um QB Drew Brees ist immer noch für viele Punkte gut, aber die Defensivleistung war zuletzt grausam. Nur mit einer deutlich Steigerung in diesem Bereich ist eine ausgeglichene Bilanz möglich. Eine Playoffteilnahme ist trotzdem utopisch. Die Tampa Bay Buccaneers runden die Division ab. Das attraktive Offensivspiel wird auch in diesem Jahr für Furore sorgen. Eine Playoffteilnahme ist aber noch zu früh. In den nächsten Jahren kann aber aus der Kombo Winston, Martin und Evans einiges entstehen.

Die Seattle Seahawks und die Arizona Cardinals werden in der NFC West um den Divisiontitel kämpfen. Beide Teams werden wahrscheinlich die Playoffs erreichen. Die Seahawks müssen den Rücktritt von RB Lynch verkraften. In der vergangenen Saison konnte er aber bereits gut vertreten werden, wenn er verletzt ausfiel. Die Rückkehr von TE Graham wird erwartet und man erhofft sich ein besseres Zusammenspiel als noch in der letzten Saison. Die Defensive des Superbowlsiegers von 2014 ist immer noch eine der besten der Liga und somit ist mit den Seahawks immer zu rechnen. Die Arizona Cardinals wollen den Divisiontitel aber verteidigen. Durch einen der qualitativ breistesten Kader in der Offensive sind die Cardinals dort schwer ausrechenbar. Dazu kommt eine starke Defensive, die andere Teams dominieren kann. Es wird spannend zwischen den beiden Teams um den Sieg in der Division. Neu begrüssen darf man in der NFC West die Los Angeles Rams. Nach der Rückkehr aus St. Louis versuchen es die Rams nun an glorreiche Zeiten anzuknüpfen. Man hat mit RB Gurley einen der besten auf seiner Position und mit dem Nummer 1 Pick des NFL Draft 2016, QB Jared Goff, zwei zukünftige Topstars in den eigenen Reihen, sollte es nach den Verantwortlichen der Rams gehen. Man konnte in der letzten Saison bereits einige Topmannschaften schlagen. Aber für eine Playoffteilnahme ist das Team noch nicht bereit. Es wird hier darum gehen, sich von Jahr zu Jahr zu steigern und bald auf die Playoffbühne zurückzukehren. Die San Francisco 49ers machen die NFC West komplett. Nach dem Abgang von Jim Harbaugh kommt das Team nicht mehr auf die Beine. Die fehlende Qualität im Kader macht einige Probleme. Auf der QB-Position wird Blaine Gabbert starten und versuchen der Offensive seinen Stempel aufzudrücken. Es fehlt jedoch an guten Passempfängern. Einzig Torrey Smith kann als Top-WR angesehen werden und die anderen Teams konzentrieren sich komplett auf ihn. Daher ist es wichtig weitere Passempfänger zu entwickeln. Auf der RB-Position kehrt Carlos Hyde nach seiner Verletzung wieder zurück. Eine Steigerung im Laufspiel ist daher zu erwarten. Insgesamt gibt es aber viele unbekannte Faktoren bei den 49ers. Dazu kommt mit Chip Kelly ein Trainer, der eine sehr schnelle offensive Spielen lässt und es ist schwer vorhersehbar inwieweit die offensive funktionieren wird. Insgesamt können den 49ers froh sein, sollten sie eine ausgeglichene Bilanz schaffen. Dies halte ich jedoch angesichts des Spielplan nicht für möglich.

Nun aber volle Kraft voraus in die neue NFL-Saison. Die Vorfreude ist groß und bis zum Superbowl im Februar wird es wieder eine intensive Zeit. Das Spist-Team wird sich während der Saison zu den Entwicklungen äußern und freut sich natürlich über Feedback 🙂

 

 

 

Bundesliga – 2. Spieltag – Vorschau

Nach den Länderspielen ist vor der Bundesliga. Und es wird Zeit. Durch die lange Sommerpause wurde die Bundesliga erst Ende August gestartet und dann sofort wieder unterbrochen. Nun geht es aber endlich richtig los. Die Mannschaften haben ihren Kader nochmal verstärkt. Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, es heißt ab sofort punkten im Kampf um Meisterschaft, Europa und Klassenerhalt.

Der Spieltag wird erneut durch den FC Bayern München eröffnet. Dabei kommt es zum Kracher mit Schalke 04, die nach dem Fehlstart schnell in die Spur finden wollen. Da bei den Königsblauen die Neuzugänge erst noch integriert werden müssen, darf man auf die Gegenwehr der Knappen gespannt sein. Die Bayern wollen den guten Start nutzen und weiterhin die Liga anführen. Ich sehe die Bayern vorne und tippe auf einen Auswärtsieg mit zwei Toren.

Am Samstag gibt es wie gewohnt sechs Spiele. Es treffen die Leverkusen und Hamburg aufeinander. Beide Teams können mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. Die Leverkusen werden die Schwächen in der Hamburger Defensive nutzen können und das Spiel klar gewinnen.

Der Aufsteiger aus Freiburg empfängt den Champions-League Anwärter aus Mönchengladbach. Die Borussen müssen ihre Auswärtsschwäche aus der letzten Saison vergessen machen, damit sie auf Dauer oben dranbleiben können. Durch die gute Frühform werden die Gladbacher das Spiel knapp gewinnen.

Der VfL Wolfsburg will wieder zurück nach Europa und trifft am Wochenende auf starke Kölner. Ich erwarte ein ausgeglichenes Spiel, das am Ende mit einer Punkteteilung endet.

Der Hauptstadtklub reist nach seinem Auftaktsieg nach Ingolstadt und möchte nun nachlegen. Nach einer schwachen Rückrunde haben die Herthaner ihre gute Ausgangsposition im Kampf um Europa noch verspielt und sind dann im Sommer bereits im ersten Qualiduell gescheitert. Dies will man nun vergessen machen. Die Ingolstädter dagegen brauchen jeden Punkt für den Klassenerhalt und müssen vor allem zu Hause punkten. Es wird ein kampfbetontes Spiel, bei dem es wohl keinen Sieger geben wird.

Ein weiterer Höhepunkt am Samstagnachmittag ist das Derby zwischen Darmstadt und Frankfurt. Beide Teams haben einen großen Umbruch hinter sich, daher sind beide schwer einzuschätzen. Die Frankfurter haben am ersten Spieltag überrascht mit dem Heimsieg gegen Schalke 04 und wenn sie die gleiche Einstellung an den Tag legen, könnte der perfekte Start gelingen. Die Darmstädter waren sehr schwach in Köln und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie am Wochenende punkten.

Das Samstagabend Spiel zwischen dem Aufsteiger aus Leipzig und dem Vizemeister aus Dortmund wird mit Spannung erwartet. Nachdem Thomas Tuchel im Vorjahr den Leipzigern abgesagt hat und die Dortmunder Fans auf ihre Eintrittskarten verzichtet haben, wird das Duell endlich auf dem Platz ausgetragen. Die Leipziger können nun zeigen, dass sie mit ihrer Art von Fussball mithalten kann. Sollten sie den Dortmundern aber zu viel Raum geben, kann das eine oder andere Tor fallen. Die schwarz-gelbe Borussia will im Titelkampf keinen Boden verlieren und wird trotz der Vorfreude auf die Champions-League in der nächsten Woche mit voller Konzentration ins Spiel gehen und gewinnen.

Am Sonntag sind dann die Bremer auf Wiedergutmachung aus. Im Duell mit den Augsburgern will man unbedingt die drei Punkte, damit man wieder ruhiger arbeiten kann. Die Augsburger haben auch am ersten Spieltag verloren und suchen unter dem neuen Trainer noch nach der gewohnten Stabilität. Beide Mannschaften werden nicht viel riskieren und sich am Ende die Punkte teilen.

Zum Abschluss des Spieltages trifft Mainz 05 auf die TSG aus Hoffenheim. Die Mainzer wollen die Generalprobe für Europa siegreich gestalten. Die Hoffenheimer wollen sich die Punkte zurückholen, die sie am ersten Spieltag in letzter Sekunde verspielt haben. Es wird wohl ein temporeiches Spiel mit einem torreichen Unentschieden.

Jetzt noch einmal die Zusammenfassung meiner Tipps:

Schalke 04 – FC Bayern München 1-3
Bayer 04 Leverkusen – Hamburger SV 3-0
SC Freiburg – Borussia M‘ gladbach 1-2
VFL Wolfsburg – 1. FC Köln 1-1
FC Ingolstadt 04 – Hertha BSC 1-1
SV Darmstadt 98 – Eintracht Frankfurt 0-1
RB Leipzig – Borussia Dortmund 2-4
Werder Bremen – FC Augsburg 1-1
1. FSV Mainz 05 – TSG Hoffenheim 2-2

FC Bayern schon wieder an der Tabellenspitze

Am vergangenen Freitag war es endlich wieder soweit. Die 54. Bundesligasaison wurde in München bei der Partie des Rekordmeisters eröffnet. Der FC Bayern München empfing Werder Bremen und startete die Mission Titelverteidigung. Dabei setzte Carlo Ancelotti auf die gleiche Elf vom Supercup-Spiel in Dortmund. Dennoch gab es ein paar taktische Änderungen. Die Münchener starteten in einem 4-3-3, wobei vor allem die beiden offensiven Außenpositionen sehr flexibel gestaltet wurden. So waren Ribéry und Thomas Müller stets auf anderen Offensivpositionen zu finden. Im Mittelfeld bezog Xabi Alonso die defensive Position, während Vidal und Thiago offensiver agierten. In der Abwehrkette fiel auf, das Hummels und Martinez die beiden Plätze in der Innenverteidigung getauscht haben. So starteten die Mannschaft ins Spiel und übernahm von Beginn an die Initiative. Der Bremer setzten auf eine defensive Aufstellung und versuchten nach vielen Ausfällen erstmal die Null zu halten. Dies war nach neun Minuten bereits fehlgeschlagen, als Xabi Alonso bei einen Klärungsversuch der Bremer in Ballbesitz kam und mit einem Volleyschuss zum 1-0 traf. Als in der 13. Minuten dann Lewandowski erhöhte, war für viele das Spiel bereits entschieden. Die Vorbereitung zum Tor durch Ribéry war mustergültig. Im Laufe der ersten Halbzeit hatten die Münchener noch weitere große Chancen, konnte aber nicht erhöhen. Die Handschrift von Ancelotti war bereits zu erkennen und für ein paar Momente wurde den Bremern das Spiel überlassen. Diese waren aber nicht in der Lage die Bayern unter Druck zu setzen. Es war auffällig, dass die Bayern in dieser Phase tiefer standen als in der Vergangenheit.  Eine Beurteilung der Veränderungen unter Trainer Ancelotti kann man bisher aber nicht beurteilen und dies sollte man auch erst in ein paar Monaten geschehen. Dennoch sollte man festhalten, dass die Arbeit von Pep Guardiola hervorragend gewesen ist. Es sollte in Zukunft nicht ständig Vergleiche zwischen den beiden Trainern geben. Die Bayern haben ein tolles Grundgerüst und dazu hat auch der Spanier beigetragen. Dies setzten die Spieler des Rekordmeisters auch in der zweiten Halbzeit wieder um. Direkt nach Wiederanpfiff erzielte Lewandowski das 3-0 und das Spiel war entschieden. In der Folge kontrollierten die Münchener das Spiel und kamen durch Ribéry, Lahm und dem dritten Treffer von Lewandowski zu insgesamt 6 Treffern. Das 6-0 bedeutete am Ende des Spieltages die Tabllenführung. Aus dem Spiel kann man aber insgesamt wenig Erkenntisse ziehen. Man darf gespannt sein auf die nächsten Wochen und den spannenden Aufgaben in der Bundesliga und Champions-League. Wie der Spielplan es will, macht die Bundesliga aber erstmal wieder eine Pause.

Der Deutsche Rekordmeister startet die Titeljagd

Nun ist es also endlich soweit. Nach der EM und einer langen Sommerpause startet der FC Bayern München in dieser Woche in den DFB-Pokal gegen Carl-Zeiss Jena. Am kommenden Wochenende eröffnet der Rekordmeister gegen Werden Bremen die 54. Bundesligasaison. Die Ziele sind natürlich klar. Das Double soll verteidigt werden und die ersehnte Champions League Trophäe soll wieder auf dem Marienplatz präsentiert werden. Das Triple aus dem Jahr 2013 zu wiederholen ist der Traum vieler Anhänger. Die Erwartungen sind hoch, also nichts neues beim Bundesligaprimus. Doch irgendetwas ist anders !

Es ist ruhig in München. Der neue Trainer Carlo Ancelotti hat alles im Griff. Nach drei intensiven Jahren unter Pep Guardiola und täglichen News von der Säbener Straße, hat es Ancelotti geschafft in Ruhe zu arbeiten. Der Italiener hat ein klare Idee und die nötige Aura, damit großes gelingen kann. Die Vorbereitung war lang. Der späte Start der Bundesliga ermöglichte den EM-Fahrer eine Woche mehr Urlaub als üblich und nun geht es also los, das Projekt Triple. Nein, wir müssen aufhören mit diesem Triple-Gerede und auch die Verantwortlichen kennen die Statistik. Wie oft wurde in 116 Jahren Vereinsgeschichte das Triple geholt ?  Genau, EINMAL! Die zeigt nochmal die hervorragende Leistung aus dem Jahr 2013, aber es sollte keine Selbstverständlichkeit sein. Ein bisschen Glück wird in den entscheidenen Situationen auch benötigt. Dies muss man Bedenken, wenn man den Erfolg der Mannschaft einordnet. Die Ära Guardiola wurde von vielen als gescheitert angesehen, da der europäische Titel fehlt. Sicherlich darf man diskutieren über die Aufstellung und Taktik, aber am Ende hat ein Quäntchen gefehlt. Dennoch haben sich viele Spieler toll entwickelt. Darauf kann Ancelotti nun aufbauen.

Das wichtigste Ziel ist es, die fünfte Meisterschaft in Folge zu holen. Hierfür wird das ganze Jahr gearbeitet und man muss an jedem Wochenende die nötigen Punkte holen. Jeder Gegner ist hoch motiviert und möchte den Titelverteidiger ärgern. Die Verfolger aus Dortmund und Leverkusen warten auf Ausrutscher. Aber die Bayern kennen diese Situation und haben sich noch einmal verstärkt. Es wurden insgesamt 70 Millionen Euro ausgegeben für ein portugiesischen Wunderkind (Renato Sanches/ 18 Jahr) und Mats Hummels. Mit Mario Götze (BVB) und Pierre-Emile Höjbjerg (FC Southampton) hat viel Talent den Klub verlassen. Dabei wird vor allem der Abgang von Götze für mehr Ruhe sorgen. Jede Woche wurde seine Spielzeit gezählt und versucht Unruhe in den Verein zu bringen. Nach 3 Jahren kann man aber sagen, dass Götze nicht für Bayern bereit war. Vor allem im zweiten Jahr hatte er viele Chancen um sein können zu zeigen, da einige Leistungsträger verletzt waren. Aber er hat es nicht gepackt. Im dritten Jahr war er dann mehrere Monate verletzt und Guardiola setzte in den wichtigen Spielen auf anderes Personal. Es bleibt zu hoffen, das Götze sich in Dortmund wieder auf das Fussballgeschäft konzentriert und zu gewohnter Stärke zurückfindet. Neben diesen beiden Talenten haben noch Sebastian Rode (BVB), Medhi Benatia (Juventus) und Tasci (Leihende/Spartak Moskau) den Verein verlassen. Insgesamt hat Ancelotti also einen kleineren Kader zur Verfügung. Aber einige Junge Spieler aus der Bayernjugend haben nun die Chance und werden auch vereinzelt zu Einsatzminuten kommen. Aber was können wir vom FC Bayern unter Ancelotti erwarten.

Es ist davon auszugehen, dass Ancelotti auf eine Viererkette setzt. Mit Lahm und Alaba hat man zwei hervorragende Außenverteidiger. Dazu hat man mit Juan Bernat un Rafinha zwei gute Alternativen. Dabei erhofft man sich von Bernat noch einmal einen Sprung nach vorne. Er war in der letzten Saison viel verletzt und konnte das Niveau aus seiner ersten Saison nicht wiederholen. In der Innenverteidigung hat man mit Hummels, Boateng und Martinez drei sehr gute Alternativen. Da kann Holger Badstuber in Ruhe aufgebaut werden. Im Laufe der Saison wird sich zeigen, ob Ancelotti auf ein 4-2-3-1 oder einem 4-1-3-2 System setzen wird. Der Italiener ist bekannt dafür, dass er auf ein festes taktisches System setzt. Für die verschiedenen Positionen kommen einige Spieler in Frage. Vor der Abwehr stehen mit Xabi Alonso, Kimmich, Vidal, Thiago, Renato Sanchez und Martinez viele Alternativen zur Verfügung. Dabei wird Martinez wohl eher als Innenverteidiger gebraucht und Vidal wird eine offensivere Rolle erhalten, damit er seine Torgefahr umsetzen kann. Ebenso werden Renato Sanches und Thiago neben der defensiven Position im Mittelfeld, auch eine offensivere Rolle einnehmen können. Der frisch gebackene Nationalspieler Joshua Kimmich kann auf vielen Positionen eingesetzt werden, wird aber seine Stärken am besten im zentralen Mittelfeld zeigen können. In der offensive hat der Trainer auch eine große Auswahl, wenn die Spieler denn gesund sind. Auf den außen kämpfen Ribery, Coman, Douglas Costa und Arjen Roben um  zwei Plätze. Auch ein Müller kommt für diese Position in Frage. Momentan sind Robben, Coman und Costa noch verletzt. Die Tempodribblings und die gewonnenen eins gegen eins Duelle werden für den Erfolg der Truppe benötigt, vor allem gegen tief stehende Gegner. Mit Ribery steht momentan nur ein echter Flügelspieler zur Verfügung. Der Franzose hat eine super Vorbereitung gespielt und profitierte davon, nach langer Zeit wieder eine komplette Vorbereitung absolvieren zu können. In den ersten Spielen wird Thomas Müller als zweite Kraft auf der Außenposition starten. Sicherlich nicht seine beste Position, aber da wird er in dieser Phase der Mannschaft am besten helfen können. In der Spitze hat man mit Lewandowski einen absoluten Weltklassestürmer. Der Pole wird versuchen seine Torquote aus dem letzten Jahr zu bestätigen. Das kein weiterer Stürmer verpflichtet wurde, lag auch an der guten Vorbereitung von Julian Green. Die Amerikaner hat in der Vorbereitung viele Einsatzminuten erhalten und konnte diese mit einem Dreierpack gegen Inter Mailand krönen. Dennoch bleibt abzuwarten, ob er das Niveau auch in Pflichtspielen nachweisen kann. Mit weniger Ballverlusten und viel Laufarbeit in seinem Spiel, wird er Lewandowski und Müller in einigen Spielen ersetzen können. Denn auch diese Topspieler benötigen ihre Pausen. Die beiden anderen Jungspunde (Niklas Dorsch und Fabian Benko) die in den Profikader aufgerückt sind, werden zwar mittrainieren, aber vorwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz kommen. Beide können aber Einsatzminuten erhalten und werden in den nächsten Jahren sicherlich ihre Chance bekommen.

Nun bleibt zu hoffen, dass die verletzten Spieler bald wieder den Kader verstärken und Ancelotti die gesamte Truppe zur Verfügung hat. Dann ist alles möglich, aber das Triple ist kein muss. Einen Titel wie die Champions League ist einfach nicht planbar. Voller Vorfreude wird das Spist-Team den Saisonstart verfolgen und natürlich weiterhin seine Meinung zum besten geben 🙂

Glory Spurs vor einer interessanten Saison

Am kommenden Wochenende bestreitet das Team aus dem Nordosten Londons sein ersten Heimspiel der Saison 2016/2017 gegen Crystal Palace. Der Saisonstart ist mit einem Unentschieden in Everton einigermaßen gelungen, vor allem da man früh in Rückstand geriet. Das Ziel der Saison wird es sein sich wieder für die Champions League zu qualifizieren. Dies wird Angesichts der starken Konkurrenz natürlich keine ganz so leichte Aufgabe. Mit Mauricio Pochettino als Trainer gehen die Tottenham Hotspurs nun in die dritte Saison. Dabei hat man sich im zweiten Jahr noch einmal steigern können. Am Ende der letzen Saison verspielte man auf der Zielgeraden noch den zweiten Tabellenplatz und ausgerechnet der FC Arsenal schob sich vor die Spurs. Dennoch ist seit der Ankunft von Pochettino wieder mehr Ruhe in den Verein gekehrt, nachdem zuvor einige Trainer der Spurs Ihren Platz frühzeitig räumen mussten. Das Management hat in den letzten Jahren einiges richtig gemacht. Es wurde ein junges Team aufgebaut und dies im Gegensatz zu anderen Premier League Teams auch mit vielen englischen Spielern, die mittlerweile sogar die Nationalmannschaft der „Three Lions“ verstärken. Die Handschrift des Trainers ist deutlich zu erkennen. Es wird versucht frühzeitig zu pressen und nach Ballgewinn schnell in die Spitze zu spielen. Dort gibt es dann mit Harry Kane einen absoluten Knipser, der in der letzten Saison mit 25 Treffern der Torschützenkönig der Premier League geworden ist, als erster Engländer seit Kevin Phillips (1999 /2000). Das Pressing in der gegnerischen Hälfte ist eigentlich untypisch für die Premier League, aber es gehört zum Spiel der Spurs und sorgte auch für eine gute Defensivstatistik in der letzten Saison.
Die Spurs agieren dabei zumeist in einem 4-2-3-1 System. Man darf gespannt sein, ob Pochettino in Zukunft auch auf ein 4-4-2 setzen wird, da man mit Vincent Janssen (22 Millionen aus Alkmaar) einen weiteren Mittelstürmer verpflichtet hat. Der Holländer war neben Victor Wanyama (14,5 Millionen aus Southampton) der einzige Neuzugang der Spurs. Daneben haben lediglich Alex Pritchard (9,5 Millionen nach Norwich) und Frederico Fazio (Leihende) den Verein verlassen. Natürlich kann bis zum Ende der Transferperiode noch etwas passieren. Insgesamt ist die Mannschaft aber gut gerüstet für die kommende Saison. Der französische Topkeeper Hugo Lloris wird nach seiner Verletzungspause wieder ein sicherer Rückhalt und Captain für die Mannschaft sein. In der Innenverteidigung bilden die beiden Belgier (Vertonghen und Alderweireld) eines der besten Duos der Liga. Mit Kevin Wimmer steht dazu ein junger Österreicher als Ersatz zur Verfügung, der im Laufe der letzten Saison schon durch gute Leistungen auf sich aufmerksam gemacht hat. Die Außenverteidiger Positionen teilen sich zumeist Kyle Walker und Danny Rose. Die beiden beeindrucken vor allem durch ihre Schnelligkeit und Ihren Offensivdrang. Dabei muss vor allem Rose noch an seinen Flanken arbeiten. Aber auch der Waliser Ben Davies machte seine Sache gut und wird nach einer starken EM in den Kampf um die Startelf eingreifen. Im defensiven Mittelfeld sind Dier und Wanyama erstmal gesetzt, da Dembélé noch eine Sperre aus der letzten Saison absitzen muss, die er wegen einer Tätlichkeit kassierte. Die Engländer Mason und Caroll werden um Einsatzzeiten kämpfen müssen. Ein weiteres Toptalent auf dieser Position ist Bentaleb, der in der letzten Saison viel mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Hier muss man die Entwicklung abwarten. In der offensive Dreierreihe hat Pochettino die Qual der Wahl. Hier gibt es neben dem gesetzten Eriksen und dem besten Jungen Spieler der letzten Saison (Dele Alli) noch weitere Akteure wie z.B. Chadli, Lamela, N’Jie und Heung- Min Son. Mit dem 19 jährigen Josh Onomah befindet sich noch dazu ein weiterer junger Spieler auf dem Weg zu Einsatzminuten. Insgesamt ist bis auf Chadli (27 Jahre alt) keine dieser offensiven Spieler älter als 24 Jahre. Die Voraussetzung für die nächsten Jahre sind also hervorragend, denn viele der Jungs haben noch enormes Entwicklungspotential. Die Zeiten sind vorerst vorbei, wo Spieler wie Gareth Bale und Luka Modric den Verein für viel Geld verlassen haben. Natürlich haben diese Einnahmen geholfen, das jetzige Team auf die Beine zu stellen. Aber auch um den Verein herum wird sich in Zukunft einiges ändern. Das alte Stadion an der White Hart Lane wird bald Geschichte sein. Der Bau eines modernen neuen Stadions mit einem Fassungsvermögen von 60.000 Zuschauern hat bereits begonnen.
Es bleibt zu hoffen, dass dort dann auch die Champions League zu Gast sein wird. Bis dahin werden wir aber diese Saison genießen und den Spurs die Daumen drücken 🙂

Deutscher Supercup geht an den Rekordmeister

Am Sonntag Abend kam es im Signal Iduna Park zum Duell der beiden besten deutschen Mannschaften der vergangenen Saison. Der Vizemeister aus Dortmund empfing den Doublesieger aus München. Dabei setzte Thomas Tuchel auf ein Team, dass er bereits mehrere Wochen zusammen hat. Im Gegensatz dazu baute Carlo Ancelotti auch auf seine Nationalspieler, die erst 10 Tage im Training sind. Die Dortmunder begannen stark und drängten die Bayern in die Defensive. Dabei schoben sich die beiden Außenverteidiger (Schmelzer und Passlack) hoch in die gegnerische Hälfte. Der Ex-Münchner Rode spielte vor der Abwehr und hatte nicht nur in der Balleroberung starke Szenen. Er verteilte die Bälle gut auf die Außenpositionen. Auch der Ex Barca-Spieler Bartra spielte den einen oder anderen guten Ball in die Spitze. Einer dieser Bälle sorgte für die erste Großchance der Heimmannschaft. In dieser Szene sah Mats Hummels nichts so gut aus, aber Martinez konnte den Fehler noch ausbügeln. Die Dortmunder Fans pfiffen Mats Hummels bei jedem Ballkontakt aus. Im Spielaufbau konnte er noch nicht so überzeugen und leistete sich einige schwere Fehlpässe. Die Bayern begannen im 4-4-2 System, wobei Müller als zweite Spitze agierte und Vidal auf der rechten Seite. Nach anfänglichen Schwierigkeiten änderte Ancelotti das System in ein 4-3-3. Dabei rückte Thomas Müller wieder auf die ungeliebte rechte Seite und Vidal rückte in die Zentrale. Das sorgte nach 30 Minuten für mehr Stabilität im Bayern Spiel. Nun ging der Ball nicht mehr so schnell verloren und die Dortmunder Offensive konnte besser kontrolliert werden. Nach Ballgewinn von Martinez schaltete sich der Verteidiger in die Offensive ein und flankte auf den frei stehenden Vidal, der aber die größte Chance der ersten Halbzeit für die Bayern vergab. Einen großen Aufreger gab es dann noch. Nachdem Passlack sich auf Ribery stürzte, wollte sich dieser befreien und traf Passlack leicht mit dem Ellenbogen im Gesicht. Dieser ging dann theatralisch zu Boden. Natürlich eine unnötige Aktion von Ribery, die auch mit Rot geahndet hätte werden können. Dennoch sollte man ohne große Trefferwirkung nicht derart Schauspielern. Dies war aber nur eine der wenigen hitzigen Momente in diesem Spiel, das ansonsten ein gutes Niveau hatte. In der zweiten Halbzeit waren die Dortmunder dann nicht mehr so zwingend. Sie kamen lediglich durch Einzelaktionen zu Torchancen. Die Bayern standen nun defensiv besser und warteten auf Konter. Einen dieser Konter veredelte Vidal dann nach Vorarbeit von Lewandowski zum 1-0. Später folgte dann noch das 2-0 für den FC Bayern aus einer Ecke. Dabei fand Müller sein Näschen vor dem Tor wieder und staubte ab. Insgesamt war das Spiel ein guter Härtetest für beide Mannschaften. Die kommende Saison wird wohl wieder ein Kampf zwischen den beiden Mannschaften. Bei Bayern müssen die Neuzugänge (Hummels und Renato Sanches) noch integriert werden. Die Nationalspieler müssen körperlich fit werden und die Verletzten zurückkommen, erst dann kann man den Weg von Ancelotti bewerten. Dies werden wir natürlich regelmäßig tun und dazu benötigen wir eure Unterstützung bzw. Anregungen. Vielen Dank 🙂

 

Aufstellungen:

BVB: Bürki – Schmelzer, Bartra, Sokratis, Passlack – Rode, Castro – Dembélé (ab 68. Schürrle) , Kagawa, Ramos (ab 68. Weigl) – Aubameyang (ab. 78 Emre Mor)

FCB: Neuer – Alaba, Martinez, Hummels, Lahm – Thiago, Alonso, Vidal (ab. 71. Kimmich) – Ribery (ab. 65. Coman) , Lewandowski, Müller (ab. 86. Rafinha)

 

Einzelkritik Bayern:

Neuer (1,5) –  viele sehr gute Paraden und gutes Stellungsspiel

Alaba (3) –      defensiv ok, wenig Offensivaktionen

Martinez (1,5) – bester Feldspieler der Bayern, gut in den Zweikämpfen, körperlich fit und mit Offensivakzenten

Hummels (4) – mit Anpassungsschwiergkeiten, viele Fehlpässe, böser Stellungsfehler in Halbzeit 1

Lahm (3) – solide wie immer, nicht besonders auffällig, stand einmal schlecht bei der Chance von Dembélé in Halbzeit 1

Alonso (3) – brachte Ruhe ins Spiel, hat noch Luft nach oben

Thiago (3,5) – hatte zu Beginn einige gute Aktionen, hat den Ball gefordert, tauchte nach 60 min völlig ab, muss auch defenisv zulegen

Vidal (2) – starke Präsenz im Mittelfeld, gefährlich nach vorne

Ribery (4) – nicht so gut im Spiel wie auf der USA – Reise, unnötige Aktion gegen Passlack, wenig Defensivarbeit

Lewandowski (2,5) – leistete sich gute Zweikämpfe mit Sokratis, Vorarbeit zum Tor, wird     noch fitter werden

Müller (2,5) – hat die EM – Form abgeschüttelt, einige gute Szenen im eins gegen eins

            

Kimmich, Coman, Rafinha – ohne Bewertung